Augenlid-Erkrankungen

14.08.2022
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Wie ist das Augenlid aufgebaut?

Das Augenlid entspricht eigentlich einer Hautfalte, die sich oben und unten über die Augenoberfläche vorwölbt. Diese dient der Abwehr vor eindringenden Partikeln, dem Schutz vor dem Austrocknen und erlaubt auch bis zu einem gewissen Grad den Lichteinfall zu regulieren (Blendschutz). Die Wimpern an der Lidkante – der Umschlagsstelle zwischen äusserem und innerem Lidteil – unterstützen dabei ebenfalls die bereits erwähnte Filter-Funktion. Der Mensch besitzt ein Ober- und ein Unterlid – diese gehen im Augenwinkel ineinander über. Den Raum zwischen den Augenlidern nennt man die Lidspalte. In das Gewebe der Lider strahlen ausserdem feine Muskelfasern ein, die es uns erlauben die Lider zu bewegen, wie zum Beispiel beim reflektorischen Lidschluss.

Die Augenlider schützen das Augen wie bereits erwähnt auch massgeblich vor dem Austrocknen: Mit jedem Lidschluss wird die vom Auge produzierte Tränenflüssigkeit als Tränenfilm auf dem Auge verteilt. Aufgrund dieser wichtigen Funktion, besteht bei Einschränkungen dieses eingespielten Vorgangs – zum Beispiel bei einer peripheren Fazialislähmung (das Augenlid kann aufgrund einer Nervenschädigung nicht mehr bewegt werden) – die akute Gefahr der Austrocknung und es muss mit Augentropfen nachgeholfen werden.

Das Augenlid und seine Drüsen

Nebst feinen Muskelfasern und Bindegewebe, finden sich im Augenlid auch noch weitere sehr wichtige Strukturen: Drüsen. Diese Drüsen befinden sich an unterschiedlichen Stellen und erfüllen entsprechend auch verschiedene Aufgaben. Die sogenannten Moll- oder Zeis-Drüsen gehören zu den Wimpern und sind hauptsächlich Talgdrüsen. Bei Problemen mit diesen Drüsen – beispielsweise, wenn sich diese entzünden und anschwellen – bildet sich ein wohlbekanntes Gerstenkorn (Hordeolum internum). Das Hagelkorn (Chalazion) hingegen, entsteht wenn eine dritte Drüsenart, die sogenannten Meibom-Drüsen – betroffen sind. Diese sind zuständig für die Produktion eines leicht öligen Sekrets zum Schutz des Auges vor Austrocknung. Die Drüsen als Teil des Augenlids übernehmen also eine essentielle Funktion.

Weitere Augenlid-Erkrankungen

  • Lidödem

    Beim Lidödem handelt es sich um eine Flüssigkeitsansammlung im Gewebe, die dadurch zu einer Schwellung (Ödem) führt. Bedingt durch die sehr dünne und empfindliche Haut der Augenlider sind bereits kleine Ödeme rasch erkennbar. Als Ursachen für ein Lidödem kommen mehrere Dinge in Frage, unter anderem Heuschnupfen, Insektenstiche, Entzündungen des Auges allgemein, Erkrankungen der Augenhöhle mit Ausweitung auf die Lider, eine angeborene Art des Lidödems oder auch eine Niereninsuffizienz. Letzteres mag auf den ersten Blick nicht als naheliegend erscheinen, aber die Niere als langfristiges Regulationsorgan des Blut- und Wasservolumens des Körpers kann entsprechend dieser Funktion an Ödemen überall im Körper beteiligt sein.

  • Schlupflider

    Vor allem mit fortschreitendem Alter und den damit verbundenen Veränderungen im Stoffwechsel, kann es zu einer verminderten Erneuerung beziehungsweise Umstrukturierung des Bindegewebes kommen. Bezogen auf das Augenlid kann dies zur Folge haben, dass das Bindegewebe an Elastizität verliert und somit weniger straff ist. Dies führt zu einer Verkleinerung der Lidspalte, was in extremeren Fälle gegebenenfalls durch eine Lidstraffung behoben werden muss – ansonsten besteht die Gefahr einer zu starken Beeinträchtigung und entsprechend einer Einschränkung des Sehvermögens.

Falls Sie geschwollene Augenlider, Entzündungen, tränende Augen, Gersten- oder Hagelkörner haben oder sie sonstige Unstimmigkeiten im Bezug auf Ihr Auge bemerken stehen Ihnen die Spezialisten des Zentrum Bahnhof in Stäfa gerne beratend zur Seite.

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